Junger Mann mit dem Handy
westend 61/Uwe Umstätter
13. Oktober 2026

14. Doc Day 2026: Junge Forschung zeigte Lösungen für die Herausforderungen von morgen

Am 7. und 8. Oktober 2026 lud der 14. Doc Day am Technopol Tulln Nachwuchswissenschafterinnen und Nachwuchswissenschafter dazu ein, ihre aktuellen Forschungsarbeiten vorzustellen und sich mit Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichsten Disziplinen auszutauschen. Organisiert vom Institut für Bioanalytik und Agro-Metabolomik der BOKU und unterstützt vom Technopolmanagement der ecoplus, bot die Veranstaltung spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen aus den Bereichen Bioanalytik, Umweltbiotechnologie, Agrarforschung und nachhaltige Materialien.

Im Mittelpunkt standen Forschungsprojekte, die sich mit drängenden Fragen unserer Zeit befassten: Wie können Lebensmittel sicherer gemacht werden? Welche Rolle spielen Pilze und ihre Stoffwechselprodukte für Gesundheit und Landwirtschaft? Und wie lassen sich moderne Analysemethoden nutzen, um Schadstoffe schneller und nachhaltiger nachzuweisen? Die erste Session widmete sich unter anderem der Untersuchung von Mykotoxinen, der Analyse von Hanfprodukten als neuartige Lebensmittel sowie innovativen spektroskopischen Verfahren zur Qualitäts- und Sicherheitskontrolle.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf nachhaltigen Materialien und biobasierten Technologien. Die vorgestellten Arbeiten reichten von formaldehydfreien Holzwerkstoffen über wasserbeständige Beschichtungen aus Cellulose bis hin zum enzymatischen Upcycling von Kunststoffverpackungen. Zudem wurde gezeigt, wie Enzyme gezielt auf Elektroden immobilisiert werden können, um zukünftige Anwendungen in Bioelektronik, Sensorik und grüner Chemie zu ermöglichen.

Auch die Landwirtschaft und Umweltforschung standen im Fokus. Forschende präsentierten neue molekulare Werkzeuge zur Überwachung der Wasserqualität, Einblicke in das Mikrobiom von Sojabohnen sowie innovative Ansätze für einen nachhaltigen Pflanzenschutz. Ein besonderes Beispiel war die Entwicklung molekularer Grundlagen für eine RNAi-basierte Bekämpfung des Rübenrüsslers, eines bedeutenden Schädlings im Zuckerrübenanbau.

Ergänzt wurden die Vorträge durch Posterpräsentationen zu Themen wie Fusarium-resistentem Hartweizen, der biologischen Nutzung von Lignin, pflanzlichen Abwehrreaktionen gegen Krankheitserreger und einem interdisziplinären Pilotprojekt, das mögliche Zusammenhänge zwischen Mykotoxinbelastungen und psychischen Erkrankungen untersuchte.

Neben den wissenschaftlichen Beiträgen bot der Doc Day auch Orientierung für die Zeit nach dem Doktorat. Expertinnen und Experten aus Forschung, Wirtschaft, Förderwesen und dem Start-up-Umfeld berichteten über Karrierewege und Fördermöglichkeiten für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Campusführungen durch die Forschungseinrichtungen am Standort Tulln sowie durch das Biomin Research Center rundeten das Programm ab.

Der Doc Day machte einmal mehr sichtbar, wie vielfältig und anwendungsnah die Forschung am Campus Tulln ist und welchen Beitrag junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu Innovation, Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Entwicklung leisten. 

Ihr Kontakt für weitere Rückfragen:

Angelika Weiler

Geschäftsfeldleiterin Technopole
E: a.weiler@ecoplus.at