Bäckerin steht in einer Backstube mit einem Laib Brot in der Hand und Backwaren im Hintergrund
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FoodPackCheck - Sensibilisierung für die neue Verpackungsverordnung

Interessierte Unternehmenspartner können sich beteiligen!

Die meisten unserer hochwertigen Lebensmittel werden zum Schutz vor chemischen, physikalischen oder mikrobiellen Verunreinigungen verpackt. so gelangen sie in unveränderter Qualität von der Produktion in den Einzelhandel bzw. zum Konsumenten oder zur Konsumentin. Aber: ob Einweg- oder Mehrweg-, ob bio oder fossile Verpackungslösungen gewählt werden - letztlich werden die Abfallberge immer größer.

Diese Situation versucht die neue europäische Verpackungsverordnung zur Vermeidung und Verwertung von Verpackungsabfällen (engl. „Packaging and Packaging Waste Regulation“, PPWR) zu verbessern. Ziele sind neben der Reduzierung von Verpackungsabfällen auch der verringerte Einsatz von Primärrohstoffen und stattdessen die Erhöhung des Recyclinganteils sowie die Förderung der Kreislaufwirtschaft. Im Moment sind vor allem PFAS (per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) und Schwermetalle ein Thema, denn ab 12. August 2026 gelten neue Grenzwerte.

Die PPWR ist am 11. Februar 2025 in Kraft getreten und gilt ab Mitte 2026 verbindlich für alle EU-Länder. Sie betrifft nicht nur Hersteller von Verpackungsmaterialien sondern auch alle Lebensmittelproduzenten! Denn neben der Auswahl von recyclingfähigen Verpackungen oder Mehrweglösungen geht es auch um das Verpackungsdesign zur Reduzierung von Leervolumina sowie die Einführung von öko-modulierten EPR-Systemen d.h. erweiterten Herstellerverantwortungen. Gemeinsam mit dem OFI - Österreichisches Forschungsinstitut für Chemie und Technik möchten wir interessierte Unternehmen im geplanten Kooperationsprojekt FoodPackCheck für die PPWR sensibilisieren und bei der schrittweisen Umsetzung unterstützen.

Zielsetzung des Projekts

Im Rahmen des geplanten Kooperationsprojekts FoodPackCheck sollen Lebensmittelhersteller ihr Produktsortiment an die neue Verpackungsverordnung (PPWR) anpassen. Diese Maßnahmen helfen den Unternehmen, die neuen Vorschriften zu erfüllen und gleichzeitig ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Außerdem werden Expertinnen und Experten individuelle Fragenstellungen der Unternehmen beantworten und gemeinsam Sonderlösungen erarbeiten.

Projektinhalte 

Im ersten Schritt werden Ihre aktuellen Lebensmittelverpackungen analysiert d.h. untersucht, ob sie den neuen Anforderungen der PPWR entsprechen. Dies umfasst die Überprüfung der Recyclingfähigkeit und die Einhaltung des Mindestanteils an Recyclingmaterial. Im nächsten Schritt beraten wir sie zum Umstieg auf Verpackungsmaterialien umzusteigen, die leichter recyclingfähig sind bzw. einen höheren Anteil an Recyclingmaterial haben. Dies kann auch Ideen zur Einführung von Mehrwegverpackungen umfassen.

Das Qualifizierungsprojekt FoodPackCheck beinhaltet aber nicht nur technische Anpassungsstrategien sondern befasst sich auch mit der Sensibilisierung und Weiterbildung Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um sicherzustellen, dass alle Prozesse den Anforderungen der PPWR entsprechen. Wir besprechen die Erstellung eines Compliance-Plans und eines verbindlichen Zeitplans für die Umsetzung der Anpassungsmaßnahmen.

Um sicherzustellen, dass die gelieferten Materialien und Maschinen den neuen Verpackungsvorgaben entsprechen, wird eine enge Zusammenarbeit mit den entsprechenden Lieferanten empfohlen.

Zielgruppe

Das Projekt richtet sich an Unternehmen der Lebensmittelverarbeitung und -produktion, aber auch an Hersteller von Food Contact Materialien sowie Hersteller von Überverpackungen, Paletten und Folien sowie Logistiker und den Lebensmitteleinzelhandel (LEH).

Benefits für Unternehmen:

  • Sensibilisierung für die Vorgaben der PPWR sowie Information über aktuelle Umsetzungsfristen sowie Anpassungsmöglichkeiten
  • Sortiment-Check und Überprüfung der Recyclingfähigkeit (mittels online-Tool) begleitet von Expertinnen und Experten
  • Erarbeitung von individuellen Umsetzungsvorschlägen für eine PPWR konforme Verpackung
  • Nachhaltigkeitsbewertung (Scope3) durch Reduzierung von Verpackungsmüll, Erhöhung der Recyclingquote, Förderung von Mehrwegverpackungen und Verbesserung der Recyclingfähigkeit

Projektlaufzeit, Kosten und Finanzierung

  • Geplanter Projektstart: Q3/2026
  • Dauer: 6 Monate als kooperatives Qualifizierungsprojekt
  • Die Kosten werden im Rahmen der Projektplanung individuell ermittelt
  • bis zu 35% der Kosten sind förderbar

Die Einreichung des Projektes zur Kooperationsförderung bei der Abteilung Wirtschaft, Tourismus & Technologie des Amtes der NÖ Landesregierung wird angestrebt. Nähere Informationen zur Kooperationsförderung Land Niederösterreich.