LogiLEAN - Prozessübergreifende Produktivitätssteigerungen für die
österreichische Industrie
Interessierte Unternehmenspartner können sich beteiligen!
Die Industrie in Österreich steht zwar unter großem Druck die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, hat aber noch kein Patentrezept wie die aktuellen KI-Errungenschaften in konkrete Problemlösungen umgesetzt werden können. Trotz großer Fortschritte in der digitalen Datenerfassung, kämpfen viele Unternehmen einerseits mit fragmentierten Daten, andererseits aber auch mit dem Nutzen der Daten, sodass es immer noch mangelnde Transparenz und ineffiziente Planungsprozesse gibt.
LogiLEAN hat sich zum Ziel gesetzt, die Logistik-, Lager- und Produktionsprozesse ganzheitlich zu betrachten, sodass mit Erkenntnissen aus den Forschungsergebnissen der beteiligten Forschungspartner konkrete Wettbewerbsvorteile für Industriepartner entstehen. Hierzu bringen die Unternehmen Anwendungsfälle ein, für welche in LogiLEAN technologische Lösungen untersucht werden.
Zielsetzung des Projekts
Das Projekt LogiLEAN setzt sich zum Ziel skalierbare Tools zu entwickeln, die Daten, Sensorik und KI-Anwendungen zu einer integrierten Entscheidungsbasis verbinden. Diese Tools gruppieren sich in vier Handlungsfelder: Logistik- und Lageroptimierung, Prognosen für Schlüsselressourcen, Automatisierung in der Wissensarbeit, und Szenarienvalidierung mittels Simulationen.
- Bei der Lager- und Logistikoptimierung geht es um Optimierungen und damit Kosteneinsparungen in Materialströmen und Logistikketten. Dabei kann einerseits die tiefere bzw. genauere multimodale Datenerfassung umgesetzt, oder Daten aus bestehenden Systemen neu kombiniert werden, sodass die nötigen Informationen zu Optimierungspotentialen zur Realisierung von Verfügung stehen.
- Diese Daten sind auch die Grundlage für Prognosen von Schlüsselressourcen, wie z.B. Rohstoffverfügbarkeit, Preisentwicklungen, interne Auslastungen oder kritische Lieferkettenpunkte, um Kosten und Engpässe früh und genau zu ermitteln. Um diese komplexen Prognosen machen zu können, wird Unternehmenswissen mit den Daten in neuen Modellen kombiniert.
- Datenbasis und Prognosemodelle zusammen sind notwendig, um die Automatisierung in der Wissensarbeit voranzutreiben, mit der z.B. Aufgaben aus dem Berichtswesen, der Planung oder Beschaffung unterstützt werden sollen. Die Unterstützung für Wissensarbeiterinnen und Wissensarbeiter ist dabei anwendungsabhängig, und kann von Informationsaufbereitung für Entscheidungsunterstützung bis zur teilweisen Automatisierung reichen.
- Bei der Szenarienvalidierung gilt es Änderungen in der Logistik, Lagerwirtschaft und den angrenzenden Prozessen rasch auf Machbarkeit, Kosten und Nutzen prüfen zu können. Dies soll anhand der Daten und Prognosemodelle in Simulationen durchgeführt werden.
Die Besonderheit von LogiLEAN liegt in der Kombination aus bestehenden Unternehmensdaten, mit notwendigen Ergänzungen in der Datenerfassung, um auch in wissensbasierten Prozessen und domänenübergreifend den Automatisierungsgrad zu steigern und damit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter produktiver zu machen. Die Forschungspartner liefern die Kompetenzen, um geeignete neue Technologien auszuwählen und damit bereichsübergreifende Daten zu verarbeiten.
Projektinhalte
Unternehmen sind aktive Mitgestalter in LogiLEAN und bringen reale Herausforderungen zur Entwicklung praxisnaher Lösungen ein. Teilnehmende Unternehmen profitieren direkt durch Effizienzsteigerungen, bessere Entscheidungen und Know-how Aufbau. Ein interdisziplinäres Konsortium deckt die gesamte Wertschöpfung von Datenerfassung bis wirtschaftlicher Bewertung ab.
LogiLEAN ermöglicht Unternehmen, mit Hilfe einer multimodalen Datenerfassung eine Entscheidungsunterstützung für effiziente und effektive Materialströme zu erhalten und diese Daten in Kombination mit Unternehmenswissen in neue Modelle zu integrieren, um daraus Prognosen für Schlüsselressourcen zu erstellen. Auch die Automatisierung in der Wissensarbeit profitiert von verbesserter Datenintegration. Bei der Szenarienvalidierung gilt es mittels Simulationen Änderungen in der Logistik und angrenzenden Prozessen rasch auf Machbarkeit, Kosten und Nutzen prüfen zu können.
Im Rahmen dieses Projekts werden bei den Partnerunternehmen Prototypen für einen spezifischen Anwendungsfall entwickelt, die als Machbarkeitsstudie betrachtet werden können. Jeder dieser Prototypen wird technisch im begrenzten Umfeld umgesetzt. Die ermittelten Daten werden zur Analyse und Modellierung herangezogen und aus Wirtschaftlichkeits- und Nachhaltigkeitssicht geprüft, mögliche Handlungsempfehlungen zu erhalten um so die Produktionslogistik und Lagerwirtschaft datengetrieben zu optimieren und dadurch messbare Effizienz- und Wettbewerbsvorteile zu erzielen.
Zielgruppe
Das Projekt richtet sich an produzierende Unternehmen in Österreich – insbesondere KMU –, die aus bestehenden Unternehmens- und Logistikdaten Simulationen, Prognosemodelle und Optimierungen entwickeln möchten.
Wissenschaftliche Partner:
Projektlaufzeit, Kosten und Finanzierung
- Umsetzung als FFG Collective Research Projekt – Collective Research Networking Projekt im Zeitraum 01/2027 bis 12/2029
- Kofinanziert durch die Projektpartner
- Dieses Projekt wird zur Förderung bei der FFG eingereicht. Die FFG ist die zentrale nationale Förderorganisation und stärkt Österreichs Innovationskraft.
- Projektbudget 1 Mio. €