Junger Mann mit dem Handy
westend 61/Uwe Umstätter
5. Januar 2026

Highlights 2025: Branchennetzwerke für eine innovative Zukunft

Als Innovationsmotoren vernetzen die Cluster der niederösterreichischen Wirtschaftsagentur ecoplus Unternehmen und Forschungseinrichtungen in den Zukunftsfeldern Kunststoff, Mechatronik, nachhaltiges Bauen und Sanieren sowie Lebensmittel. Ergänzt werden sie durch Plattformen zu den Querschnittsthemen Bioökonomie und Gesundheitstechnologie. Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Forschung arbeiten gemeinsam an Lösungen für aktuelle Herausforderungen – das zeigen die Projekt-Highlights 2025. 

„Die Projektbeispiele verdeutlichen die große thematische Spannweite: Sie reicht von klimafreundlichen Baustoffen über innovative Lebensmittelentwicklungen und sichere Kunststoffkreisläufe bis hin zu digitalen Lernwelten. Mit 670 Partnerbetrieben und mehr als 1.600 erfolgreich umgesetzten Projekten seit 2001 beweisen die ecoplus Cluster und Plattformen, wie wirkungsvoll die Unterstützung unserer Schlüsselindustrien ist“, betont Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

ENTWICKLUNGEN FÜR DIE ZUKUNFT

Die Projekte sind dabei so vielfältig wie die niederösterreichische Wirtschaft:

  • Im FFG-geförderten Branchenprojekt „Schall.Holz.Bau III“ des Bau.Energie.Umwelt Cluster NÖ erarbeiten 22 Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft neue Ansätze für trockene Fußbodenaufbauten mit hoher Trittschalldämmung.
  • Im kooperative Qualifizierungsprojekt „Decarb4SME“ des Lebensmittel Cluster NÖ, gefördert als Innovationscamp durch FFG, entwickeln Unternehmen aus dem Lebensmittelsektor Dekarbonisierungsstrategien und erste Umsetzungsmaßnahmen.
  • Welche Auswirkungen ein mehrfaches Recycling von Kunststoffverpackungen im Bereich Lebensmittelverpackungen hat, steht im Zentrum des Projekts "OneMoreTime" des Kunststoff-Cluster.
  • Mit dem Wissensverlust, der unter anderem durch den demografischen Wandel und das Ausscheiden erfahrener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verursacht wird, beschäftigt sich das Projekt "KERMIT" (Knowledge Extraction and Retrieval with Model-Driven Information Technologies) des Mechatronik-Cluster. Ziel ist es, KMU im Bereich Maschinenbaus bei der effizienten Nutzung ihres Wissens zu unterstützen.
  • Ein Projekt der Plattform für Green Transformation & Bioökonomie geht der Frage nach, wie Lignin (ein zentraler Bestandteil von Holz) als interessanter Rohstoff für die nachhaltige Wirtschaft – speziell im Bereich Lebensmittel und Kosmetik – intensiver genutzt werden kann.
  • Im Rahmen der Plattform für Gesundheitstechnologie werden unter anderem Digitalisierungsprojekte im Gesundheitsbereich umgesetzt, die zur Prozessverbesserung für Patienten und das pflegerische und medizinische Personal beitragen sollen sowie zur erleichterten Einhaltung der Vorgaben zu Dokumentation, Berichterstattung und Abrechnung.

HIGHLIGHTS 2025

Die aktuellen Innovationsprojekte in den ecoplus Clustern zeigen, wie breit aufgestellt sich Niederösterreichs Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit zentralen Zukunftsthemen beschäftigen. Im FFG-geförderten Projekt „Prefab.Facade“ arbeiteten 18 Unternehmen und Organisationen des ecoplus Bau.Energie.Umwelt Cluster Niederösterreich interdisziplinär an der Leistungssteigerung seriell vorgefertigter, kreislauffähiger Fassadenelemente für Neubau und Sanierung.

Im ecoplus Lebensmittel Cluster Niederösterreich rückt die Frage in den Vordergrund, wie klimafitte Rohstoffe neue Perspektiven für die regionale Wertschöpfung eröffnen können. Das FFG-geförderte CORNET-Projekt „CLIC – Climate-smart grain crops“ untersucht das Potenzial klimawandelresistenter Körnerfrüchte wie Sorghum, um daraus ernährungsphysiologisch wertvolle und klimafreundliche Lebensmittel zu entwickeln. Neue Technologien entlang der gesamten Wertschöpfungskette sollen Sorghum als nachhaltigen Rohstoff in Backwaren, Teigwaren und weiteren Produkten etablieren.

Auch im ecoplus Kunststoff-Cluster stehen Zukunftsfragen im Fokus. Bei „ColourCycle“, einem durch FFG-geförderten CORNET Projekt, wird untersucht, welche Farbkomponenten in Rezyklaten DNA-reaktive Substanzen verursachen können und wie sich diese – etwa durch Deinking-Verfahren – zuverlässig entfernen lassen, um Rezyklate für Lebensmittelverpackungen geeignet zu machen.

Die Resilienz von Unternehmen und Mitarbeitenden wird bei „XPERTISE 5.0“ im ecoplus Mechatronik-Cluster gestärkt, indem Technologien wie Extended Reality, Künstliche Intelligenz und sensorbasierte adaptive Lernsysteme in innovative Weiterbildungsformate integriert werden. Ziel sind flexible, personalisierte Lernumgebungen, die auf technologische Veränderungen und Krisen vorbereiten.

Die Initiative EMI „Energie Mobilität Innovation“, die im Rahmen des ecoplus Mechatronik-Cluster umgesetzt wird, setzt einen Schwerpunkt auf Bahntechnologie. Ziel ist es, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Bahnbetreiber stärker zu vernetzen, um Innovationen in Mobilität, Infrastruktur und Digitalisierung voranzutreiben

NEUES VON DEN PLATTFORMEN

Die erste Lower Austrian Conference on Cancer Research (LACCR) fand heuer das erste Mal auf Initiative der Karl Landsteiner Privatuniversität und unter Schirmherrschaft der ecoplus Plattform für Gesundheitstechnologie statt. Expertinnen und Experten diskutierten aktuelle Entwicklungen in der Krebsforschung. Zudem war die Plattform bei der BIO-Europe 2025, einer der wichtigsten internationalen Veranstaltungen der Biotechnologie- und Pharmaindustrie, vertreten.

Ein Highlight der ecoplus Plattform für Green Transformation & Bioökonomie ist der erfolgreiche Aufbau eines österreichweiten Bioökonomie-Clusters. Bioeconomy Austria, gefördert über das Programm „Ländliche Entwicklung“ des BMLUK, vereint inzwischen mehr als 400 Partnerorganisationen und bündelt Wissen und Innovationen entlang biobasierter Wertschöpfungsketten als „Netzwerk der Netzwerke“.

NÖ INNOVATIONSÖKOSYSTEM

Die ecoplus Cluster und Plattformen bilden gemeinsam mit den Technopolen das NÖ Innovationsökosystem, das von ecoplus umgesetzt und von der Europäischen Union kofinanziert wird. „In einer Welt, die sich immer schneller weiterentwickelt, sind kontinuierlicher Wissensaustausch und eine starke Innovationskultur entscheidende Voraussetzungen für wirtschaftlichen Erfolg. Die hochspezialisierten Expertinnen und Experten in unseren Clustern und Plattformen begleiten Unternehmen auf diesem Weg – und leisten damit einen wichtigen Beitrag dazu, den Wirtschaftsstandort Niederösterreich zu stärken“, so ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki und ecoplus Prokurist und Bereichsleiter Unternehmen & Technologie Claus Zeppelzauer.

Ihr Kontakt für weitere Rückfragen:

Markus Steinmaßl

Leiter Unternehmenskommunikation
E: m.steinmassl@ecoplus.at