Technopol Wiener Neustadt - Forschung
Anerkannte Spitzenforschung und Kompetenz im Bereich der Luft- und Raumfahrt

Technopol Wiener Neustadt – Forschung

Der Technopol Wiener Neustadt ist aus der Forschungslandschaft Niederösterreichs nicht mehr wegzudenken und zählt zu den international anerkanntesten Forschungs-Hot-Spots für Medizin- und Materialtechnologien, aber auch im Bereich der Raumfahrt. Der Standort ist ein F&E-Standort internationalen Formats. Hier arbeiten Forscherinnen und Forscher aus mehr als 20 Nationen, junge Menschen aus mehr als 50 Ländern studieren an der FH. Beste Rahmenbedingungen für wissenschaftliches Arbeiten und forschungsaffine Unternehmen in direkter Nachbarschaft - immer wieder ist Technologie aus Wiener Neustadt im All unterwegs.

Am Technopol Wiener Neustadt findet sich herausragende Forschungsinfrastruktur, die nicht nur in den einzelnen angesiedelten Institutionen vorhanden ist, sondern teilweise auch im Rahmen einer Ressourcen Datenbank weiteren Interessenten zur Verfügung gestellt wird.

Etablierte Technologiefelder

  • Materialien
  • Medizin-Technik
  • Oberflächen
  • Tribologie (Reibung, Verschleiß, Schmierung)
  • Sensorik-Aktorik

Forschungseinrichtungen am Technopol Wiener Neustadt

Drei COMET-Kompetenzzentren für Tribologie, Medizintechnik und Oberflächentechnologie unter einem Dach:

1) Kompetenzzentrum für elektrochemische Oberflächentechnologie GmbH, COMET K1-Zentrum CEST
Fokus der wissenschaftlich-technischen Arbeiten von K1 CEST sind Oberflächen mit spezifischen maßgeschneiderten Eigenschaften, die mit elektrochemischen Methoden – vorzugsweise in "Green Technology" Arbeitsweise – hergestellt werden. Diese Herstellmethoden sind entweder elektrochemische Abscheidung von Schichten oder gezielte Strukturierung der Oberflächen durch elektrochemische Auflösung. Die angestrebten Eigenschaften solcher elektroche­misch hergestellten Oberflächen sind: Korrosionsstabilität, Verschleißbeständigkeit, Bio-Kompatibilität oder Bio-Aktivität, neue Funktionalitäten durch Nano-Strukturierung der Oberflächen oder eine Kombination dieser Eigenschaften.

2) Kompetenzzentrum für Tribologie, COMET K2-Zentrum AC²T research GmbH
Reibung, Verschleiß und Schmierstoffe in Theorie und Praxis – diese Aspekte stehen im Fokus der Tätigkeit der MitarbeiterInnen des Exzellenzzentrums für Tribologie (AC²T). Für die Industrie wirkt AC²T in den Bereichen Tribosystem Charakterisierung (TRI), Konstruktion & Prototyping (PRO), Werkstoffanalytik (MAN), Technologien zur Werkstoff- & Oberflächengestaltung (SUP), Schmierstoffe & Schmierstoffanwendungen (LUB), Fortschrittliche chemische Analytik (ACA), Tribosystem-Modellierung & Simulation (SIM) und Tribologie-fokussierte Messtechnik (MET) als F&E-Partner in einer Vielzahl von interdisziplinären Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Ebenso dient AC²T der Industrie als Ansprechpartner für spezifische Analytikaufgaben und Expertengespräche. Seit 2010 führt AC²T im Rahmen des Spitzenforschungsprogramms COMET (Competence Centres for Excellent Technologies) in der höchsten Exzellenzstufe (K2) das Projekt „XTribology" über einen Zeitraum von 10 Jahren durch. Weiters ist AC²T als Koordinator und Partner an EU-finanzierten Projekten und im Auftrag von zahlreichen nationalen und internationalen Kunden an bilateralen Forschungsprojekten beteiligt.

3) Austrian Center for Medical Innovation and Technology - COMET K1-Zentrum ACMIT
Die ACMIT GmbH steht für die Entwicklung von neuen Technologien und Prozessen im Bereich minimal invasive Chirurgie. Gemeinsam mit wissenschaftlichen, klinischen und Firmenpartnern werden neue Ansätze von der Idee bis zum Prototypen erarbeitet und unter klinischen Rahmenbedingungen getestet.
Das Zentrum entwickelt multifunktionale chirurgische Instrumente und Medizinrobotersysteme zur exakten Positionierung und Führung von Werkzeugen, sowie Sensoren und Mikroaktuatoren zur Überwachung und Steuerung der medizinischen Eingriffe. ACMIT stellt sicher, dass sich die neuen Produkte und Systeme optimal in den klinischen Arbeitsablauf einfügen und erstellt Trainingssysteme für die AnwenderInnen. Die Forschung integriert also den gesamten Arbeitsablauf minimal invasiver Eingriffe. Die Ergebnisse erfüllen alle für die spätere kommerzielle und klinische Nutzung erforderlichen regulatorischen Anforderungen.


weitere Forschungseinrichtungen:
Aerospace & Advanced Composites GmbH
Aerospace & Advanced Composites GmbH wurde im Jahr 2010 als Spin-off aus dem AIT (Austrian Institute of Technology) gegründet und ist seit Juli 2012 am Standort TFZ Wiener Neustadt angesiedelt. Die AAC GmbH positioniert sich als einziger gewerblicher Dienstleister für Forschung, Entwicklung und Prüftechnik auf dem Gebiet Composite-Werkstoffe für Luft- und Raumfahrt sowie terrestrische Anwendungen in Österreich.

Attophotonics Biosciences GmbH
ist Spezialproduzent und F&E-Provider in den Bereichen NANO-, Oberflächen- und Sensortechnologie sowie technisch/chemischem Sondermaschinenbau. Attophotonics besitzt darüber hinaus ein breites Patentportfolio im Bereich von smarten Farben und Nanobeschichtungen und ist Entwicklungspartner für viele bekannte Industrieunternehmen. Waren aller Art werden mit Speziallacken, aktiven Nanoschichten oder Hochvakuumbeschichtungen versehen – smarte Nanofarben sind in den Bereichen Produktsicherheit, Fälschungsschutz, Sensorik aber auch als intelligente Verpackungen im Einsatz. Von „Atomic force" und STM-Mikroskopen, Sputter- und Hochvakuumbedampfungssystemen, über 200l Edelstahl- und Hochdruckheißdampfreaktoren, UV-Vernetzerstraßen, Sieb- und Flexodruckmaschinen, Lasersystemen bis zu diversen Nanocoatern reicht das Forschungs- und Produktionsequipment der Attophotonics.

Forschungsgruppe des Austrian Institute of Technology GmbH (AIT)

Das Geschäftsfeld Biomedical Systems (zertifiziert nach ISO 13485 seit 2007) des Health & Bioresources Departments baut auf der langjährigen Erfahrung eines interdisziplinären Teams auf und ist Teil eines nationalen und internationalen Netzwerks mit Partnern aus den Bereichen Medizin, Wissenschaft und Wirtschaft.
Wissens-Portfolio zu den Themen: Active and Assisted Living, Advanced Implant Solutions, Cardiovascular Diagnostics, PET & MR Imaging,..

Department für Integrierte Sensorsysteme der Donau-Universität Krems (DISS)
Das DISS entwickelt Sensoren, Controller und Signalverarbeitungseinheiten ebenso wie Vernetzungslösungen, die für die Systemintegration optimiert sind. Von besonderem Interesse sind energieoptimierte, robuste, vernetzte Sensorsysteme auf der Basis von aktiven Messprinzipien und mit großem Messbereich. Die Anwendungsgebiete für solche Sensorsysteme sind nicht beschränkt und umfassen industrielle Automatisierung, Automobilelektronik, Umweltmesstechnik und Medizintechnik. Das international zusammengesetzte Team verfügt über besondere Expertise auf den Gebieten der mikromechanischen und miniaturisierten thermischen Sensoren, im Bereich von optimierten Systemarchitekturen und Signalverarbeitungsmethoden für integrierte Sensoren sowie Synchronisations- und Sicherheitsfragen in Sensornetzwerken.

Forschungs- und Technologietransfergesellschaft GmbH (FOTEC)
Die FOTEC ist das Forschungsunternehmen der Fachhochschule Wiener Neustadt für Wirtschaft und Technik und wickelt wirtschaftliche und (ingenieur-)wissenschaftliche Forschungs- und Entwicklungsaufträge ab. Innerhalb der Bereiche Aerospace Engineering, BISS (Innovative Software Systems) und TEC (Engineering Technologies) steht FOTEC mit folgenden Kompetenzen zur Verfügung:
Aerospace Engineering/AE – Entwickeln und Testen von Systemen zur Erzeugung präziser Heißgasströme und Prototypen zur Herstellung ultrapräziser Ionenstrahlen für extreme Einsatzbedingungen, drucklosen Wasserstoff-Speichersystemen mit höchster Energiedichte sowie von miniaturisierten Stromerzeugern für kleinste elektrische Leistungsbereiche.
Innovative Software Systeme/BISS – Entwickeln von Apps und Web-Anwendungen, Verkehrstelematik-Lösungen, Embedded Systems für Maschinen- und Anlagensteuerungen sowie Erfassung und Aufbereitung von Geoinformationsdaten.
Engineering Technologies/TEC – Lösen von elektronischen, mechanischen und mechatronischen Entwicklungsaufgaben, Entwickeln von serienreifen Herstellprozessen für anspruchsvolle Bauteile aus Kunststoff/Keramik/Metall mittels (Pulver-)Spritzgießen sowie Herstellen von Prototypen, Einzelteilen und Nullserien höchst komplexer Bauteile mittels generativer Fertigungsverfahren.

MedAustron GmbH

Mit MedAustron entsteht in Wiener Neustadt eines der modernsten Zentren für Ionentherapie und Forschung in Europa. Unter Verwendung von Protonen und Kohlenstoffionen werden nach der Fertigstellung des Zentrums Patientinnen mit dieser schonenden Behandlung therapiert, im Vollbetrieb jährlich bis zu 1.400. Weltweit existieren erst drei derartige Zentren, die diese beiden Strahlentherapien an einem Ort gemeinsam anbieten. Dabei versteht sich MedAustron als ein interdisziplinäres und überregionales österreichisches Zentrum und wird sich auf die Krebsbehandlung mit Ionen, die Erforschung und Weiterentwicklung dieser neuen Therapieform sowie die nicht-klinische Forschung mit Ionen- bzw. Protonenstrahlen spezialisieren.

Forschungsaktivitäten in Zahlen

Forschungsunternehmen am Technopol Wiener Neustadt

2020 möchte Fianostics mit Sitz am Technopol Wiener Neustadt zehn Serum Biomarker auf den Markt gebracht haben. Das sind Moleküle, die im Blut von Patienten zirkulieren und deren Menge sich als Reaktion auf Erkrankungen ändert. Diese Tests werden u.a. zur Bewertung der Wirkungskraft neuer Therapien herangezogen.

"Weil ich schon zuvor wusste, dass ecoplus hier in Wiener Neustadt Infrastruktur geschaffen hat, die für Hightech Start-ups wie uns ein ideales Nährmedium ist, war es ganz klar, dass wir uns hier ansiedeln werden."
Gerhard Hawa, Geschäftsführer, Fianostics GmbH
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